Pfingstgemeinden
Pfingstgemeinden und charismatische Freikirchen wirken modern, doch ihre Häresie ist sehr alt und wurde schon in der frühen Kirche widerlegt und getadelt. Denn schon in der frühen Kirche traten Menschen und Bewegungen auf, die sich auf besondere Geistwirkungen, Prophetien und neue Offenbarungen beriefen. Besonders die Montanisten - auch Phrygier, Kataphrygier oder nach ihren Führern Montanus, Priscilla und Maximilla benannt - behaupteten, durch den „Parakleten“ (den Heiligen Geist) zu sprechen.
Diese Gruppen wurden schon immer als häretisch angesehen - nicht nur wegen ihrer zahlreichen Häresien, sondern auch weil sie sich gegen die wahren Christen und der Kirche auflehnten, die die Apostel und Christus gegründet haben.
Die Schüler und Nachfolger der Apostel stellten sie zurecht als Häretiker, außerhalb der Kirche. Sie waren keine Christen. In diesem Leixkoneintrag gehen wir nicht auf alle Häresien einzeln ein, sondern nur über die generelle Philosophie solcher Pfingstgemeinden.
Häufig zitierte Schriftstellen
Geliebte, während ich mit allem Eifer dabei war, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, sah ich mich genötigt, euch nun zu schreiben und euch zu ermahnen, für den Glauben zu kämpfen, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist.
Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas als Evangelium verkünden würden, das von dem abweicht, was wir euch als Evangelium verkündet haben: der sei verflucht. Wie wir es schon vorher gesagt haben, sage ich auch jetzt wieder: „Wenn euch jemand etwas als Evangelium verkündet, das von dem abweicht, was ihr empfangen habt: der sei verflucht.“
Alles aber soll anständig und geordnet geschehen.
Der Geist aber sagt ausdrücklich: „In späteren Zeiten werden einige vom Glauben abfallen, indem sie irreführenden Geistern und Lehren von Dämonen Beachtung schenken,“
Es traten aber auch falsche Propheten im Volk auf, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird: Sie werden heimlich verderbliche Irrlehren einführen und sogar den Gebieter verleugnen, der sie erkauft hat; damit bringen sie schnelles Verderben über sich selbst. Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen; durch sie wird der Weg der Wahrheit gelästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit zurechtgemachten Worten ausbeuten. Für sie ist das Gericht seit Langem nicht untätig, und ihr Verderben schläft nicht.
Auszüge der Kirchenväter
fragt er nach Geld, ist er ein falscher Prophet.
Er zeigte mir einige Männer, die auf einer Bank saßen, und einen Mann, der auf einem Stuhl saß. Und er sagt zu mir: „Siehst du die Leute, die auf der Bank sitzen?“ „Das tue ich, Herr“, sagte ich. „Diese“, sagt er, „sind die Gläubigen, und der, der auf dem Stuhl sitzt, ist ein falscher Prophet, der das Denken der Diener Gottes verdirbt. Es sind die Zweifler, nicht die Gläubigen, die er verdirbt. Diese Zweifler gehen dann zu ihm wie zu einem Wahrsager und fragen ihn, was mit ihnen geschehen wird. Und er, der falsche Prophet, der nicht die Kraft eines göttlichen Geistes in sich hat, antwortet ihnen ganz nach ihren Fragen und ihren bösen Begierden und füllt ihre Seelen mit Erwartungen, genau nach ihren eigenen Wünschen. Denn da er selbst leer ist, gibt er leeren Fragestellern leere Antworten, denn jede Antwort wird der Leere des Menschen angepasst. Einige wahre Worte spricht er zwar gelegentlich aus, denn der Teufel füllt ihn mit seinem eigenen Geist in der Hoffnung, einige der Gerechten überwältigen zu können. Alle nun, die stark im Glauben an den Herrn und mit der Wahrheit bekleidet sind, haben keine Verbindung zu solchen Geistern, sondern halten sich von ihnen fern. Aber alle, die zweifelnden Sinnes sind und ständig umkehren müssen, wenden sich der Wahrsagerei zu, genau wie die Heiden, und laden durch ihren Götzendienst eine größere Sünde auf sich. Denn wer einen falschen Propheten wegen irgendeiner Handlung befragt, ist ein Götzendiener, entblößt von der Wahrheit und dumm. Denn kein Geist, der von Gott gegeben ist, muss befragt werden, sondern ein solcher Geist, der die Kraft der Gottheit besitzt, spricht alles von sich aus, denn er geht von oben aus der Kraft des göttlichen Geistes hervor. Aber der Geist, der befragt wird und nach den Begierden der Menschen spricht, ist irdisch, leichtfertig und kraftlos, und er schweigt völlig, wenn er nicht gefragt wird.“ „Wie also, Herr“, sage ich, „soll ein Mensch wissen, wer von ihnen der Prophet und wer der falsche Prophet ist?“ „Ich werde dir“, sagt er, „von beiden Propheten erzählen, und dann kannst du den wahren und den falschen Propheten nach meinen Anweisungen prüfen. Prüfe den Mann, der den göttlichen Geist hat, an seinem Leben. Erstens ist der, der den von oben kommenden göttlichen Geist hat, sanftmütig, friedfertig und demütig. Er hält sich von aller Ungerechtigkeit und dem eitlen Verlangen dieser Welt fern, begnügt sich mit weniger als andere Menschen, und wenn er gefragt wird, gibt er keine Antwort. Er spricht auch nicht im Verborgenen. Und der Heilige Geist spricht nicht, wenn der Mensch will, dass er spricht, sondern er spricht nur dann, wenn Gott es will. Wenn dann ein Mann, der den göttlichen Geist hat, in eine Versammlung von gerechten Männern kommt, die an den göttlichen Geist glauben, und diese Versammlung Gebete zu Gott darbringt, dann erfüllt der Engel des prophetischen Geistes, der für ihn bestimmt ist, diesen Mann. Und der Mann, vom Heiligen Geist erfüllt, spricht zur Menge, wie der Herr es will. So also wird der Geist der Gottheit offenbar. Jede Kraft, die vom Geist der Gottheit kommt, gehört dem Herrn.“ „Höre also“, sagt er, „was den Geist betrifft, der irdisch, leer, kraftlos und dumm ist. Erstens erhebt sich der Mann, der den Geist zu haben scheint, selbst und will den ersten Platz haben, und er ist dreist, unverschämt und geschwätzig, lebt inmitten von vielem Luxus und vielen anderen Täuschungen und nimmt Belohnungen für seine Prophetie an; und wenn er keine Belohnungen erhält, prophezeit er nicht. Kann denn der göttliche Geist Belohnungen annehmen und prophezeien? Es ist nicht möglich, dass der Prophet Gottes dies tut, sondern Propheten dieses Schlags sind von einem irdischen Geist besessen. Dann nähert er sich niemals einer Versammlung gerechter Männer, sondern meidet sie. Und er gibt sich mit Zweiflern und Eitlen ab, prophezeit ihnen in einem Winkel und täuscht sie, indem er ganz nach ihren Begierden nur leere Worte zu ihnen spricht, denn die, denen er seine Antworten gibt, sind leer. Denn das leere Gefäß wird nicht zerdrückt, wenn es zu den leeren gestellt wird, sondern sie passen zueinander. Wenn er daher in eine Versammlung gerechter Männer kommt, die einen Geist der Gottheit haben, und sie ein Gebet darbringen, wird dieser Mann entleert, und der irdische Geist flieht aus Angst aus ihm, und dieser Mann verstummt und wird völlig zerdrückt, unfähig zu sprechen. Denn wenn du ein Vorratshaus dicht mit Wein oder Öl vollpackst und einen leeren Krug mitten unter die Gefäße mit Wein oder Öl stellst, wirst du diesen Krug beim Räumen des Vorratshauses genauso leer vorfinden, wie du ihn hineingestellt hast. So werden auch die leeren Propheten, wenn sie zu den Geistern der Gerechten kommen, beim Weggehen genauso vorgefunden, wie sie waren, als sie kamen. Das also ist die Lebensweise beider Propheten. Prüfe den Mann, der von sich behauptet, inspiriert zu sein, an seinen Taten und an seinem Leben.“
Es ist mehr als wahrscheinlich, dass dieser Kerl einen Dämon als Hausgeist in sich hat! Durch diesen scheint er prophezeien zu können, und durch ihn befähigt er auch all jene zum Prophezeien, die er für würdig erachtet, Teilhaber seiner Charis zu werden. Er hat es besonders auf Frauen abgesehen, und zwar auf wohlhabende, elegant gekleidete Frauen aus gutem Hause. Diese versucht er ständig auf seine Seite zu ziehen, indem er sie mit verführerischen Worten wie diesen ködert: „Ich sehne mich danach, dich an meiner Charis teilhaben zu lassen, da der Vater des Alls unaufhörlich deinen Engel vor seinem Angesicht schaut. Nun aber ist der Platz deines Engels unter uns: Es ist zwingend nötig, dass wir eins werden. Empfange zuerst von mir und durch mich die Gabe der Charis. Schmücke dich wie eine Braut, die ihren Bräutigam erwartet, damit du seist, was ich bin, und ich sei, was du bist. Pflanze den Keim des Lichts in dein Brautgemach. Empfange von mir einen Bräutigam, nimm ihn in dich auf, während du von ihm aufgenommen wirst. Siehe, die Charis ist auf dich herabgekommen; öffne deinen Mund und prophezeie!“ Wenn die Frau darauf antwortet: „Ich habe noch nie prophezeit und weiß auch gar nicht, wie das geht“, beginnt er zum zweiten Mal mit gewissen Beschwörungen, um sein verblendetes Opfer völlig zu verblüffen, und sagt zu ihr: „Öffne deinen Mund, sprich einfach aus, was dir in den Sinn kommt, und du wirst prophezeien!“ Eitel aufgeblasen und berauscht von diesen Worten, in ihrer Seele massiv erregt von der Erwartung, nun selbst zu prophezeien – das Herz schlägt ihr bis zum Hals! –, erreicht sie den nötigen Grad an Dreistigkeit. Genauso untätig und unverschämt plappert sie irgendeinen Unsinn heraus, der ihr gerade einfällt – genau so, wie man es von jemandem erwartet, der von einem leeren Geist erhitzt wird. (Ein mir überlegener Mann hat treffend bemerkt, dass die Seele dreist und unverschämt wird, wenn sie mit heißer Luft erhitzt ist!) Von da an hält sie sich für eine Prophetin. Sie überschüttet Marcus mit Dankbarkeit, weil er ihr von seiner eigenen Charis mitgeteilt hat. Und dann bemüht sie sich, ihn zu entlohnen – nicht nur, indem sie ihm ihren Besitz überschreibt (womit er ein riesiges Vermögen angehäuft hat!), sondern indem sie ihm auch ihren eigenen Körper hingibt. Sie will sich in jeder Hinsicht mit ihm vereinigen, um völlig eins mit ihm zu werden.
Aber bereits einige der treuesten Frauen, die von der Gottesfurcht erfüllt waren und sich nicht täuschen ließen (obwohl er sein Bestes tat, um sie genau wie die anderen zu verführen, indem er sie aufforderte zu prophezeien), haben ihn verabscheut und verflucht und sich aus dieser widerwärtigen Bande von Schwärmern zurückgezogen! Sie taten dies in der klaren Erkenntnis, dass die Gabe der Prophetie den Menschen nicht von Marcus, dem Magier, verliehen wird. Vielmehr besitzen nur diejenigen die göttlich verliehene Kraft zu prophezeien, denen Gott von oben seine Gnade sendet; und diese sprechen dann, wo und wann es Gott gefällt, und nicht, wenn ein Marcus es ihnen befiehlt...
Da die sogenannte phrygische Häresie zu seiner Zeit in Phrygien noch florierte, unternahm auch Apollonius, ein kirchlicher Schriftsteller, ihre Widerlegung und schrieb ein spezielles Werk dagegen, in dem er die unter ihnen kursierenden falschen Prophezeiungen im Detail korrigierte und das Leben der Gründer der Häresie tadelte. Aber höre seine eigenen Worte über Montanus: Seine Taten und seine Lehre zeigen, wer dieser neue Lehrer ist! Das ist der Mann, der die Auflösung der Ehe lehrte; der Gesetze für das Fasten erließ; der Pepuza und Tymion, kleine Städte in Phrygien, Jerusalem nannte, weil er die Menschen aus allen Himmelsrichtungen dorthin versammeln wollte; der Geldeintreiber ernannte; der den Empfang von Geschenken unter dem Deckmantel von Opfergaben erfand; der Gehälter für diejenigen bereitstellte, die seine Lehre predigten, damit seine Lehre durch Völlerei triumphieren konnte! So schreibt er über Montanus; und ein wenig weiter schreibt er Folgendes über seine Prophetinnen: Wir zeigen, dass diese ersten Prophetinnen selbst ihre Ehemänner verließen, sobald sie mit dem Geist erfüllt waren! Wie falsch reden also diejenigen, die Priska eine Jungfrau nennen! Danach sagt er: Scheint es euch nicht, dass die gesamte Schrift einem Propheten verbietet, Geschenke und Geld anzunehmen? Wenn ich also sehe, dass die Prophetin Gold und Silber und kostbare Gewänder annimmt, wie kann ich es dann vermeiden, sie zurechtzuweisen? Und etwas weiter spricht er folgendermaßen über einen ihrer Bekenner: So konnte auch Themiso, der in einleuchtende Habsucht gekleidet war, das Zeichen des Bekenntnisses nicht ertragen, sondern warf die Fesseln für eine Fülle von Besitztümern beiseite. Dennoch wagte er es, obwohl er deshalb hätte demütig sein sollen, sich als Märtyrer aufzuspielen! Und in Nachahmung des Apostels verfasste er einen gewissen katholischen Brief, um diejenigen zu belehren, deren Glaube besser war als sein eigener, indem er um hohl klingende Worte stritt und gegen den Herrn und die Apostel und die heilige Kirche lästerte! Und weiter schreibt er bezüglich anderer, die unter ihnen als Märtyrer geehrt werden, Folgendes: Um nicht von vielen zu sprechen, soll uns die Prophetin selbst von Alexander erzählen, der sich selbst einen Märtyrer nannte, mit dem sie gewohnheitsmäßig Bankette abhält und den viele anbeten. Wir brauchen seine Raubüberfälle und andere waghalsige Taten, für die er bestraft wurde, nicht zu erwähnen, aber die Archive enthalten sie. Wer von diesen vergibt dem anderen die Sünden? Der Prophet die Raubüberfälle des Märtyrers, oder der Märtyrer die Habsucht des Propheten? Denn obwohl der Herr sagte: „Besorgt euch weder Gold noch Silber, noch zwei Hemden“, überschreiten diese Männer im völligen Gegensatz dazu das Gebot hinsichtlich des Besitzes verbotener Dinge! Denn wir werden zeigen, dass diejenigen, die sie Propheten und Märtyrer nennen, ihren Gewinn nicht nur von reichen Männern einsammeln, sondern auch von den Armen und Waisen und Witwen! Aber wenn sie sich so sicher sind, dann sollen sie aufstehen und diese Angelegenheiten diskutieren, damit sie in Zukunft aufhören, sich hinwegzusetzen, falls sie überführt werden! Denn die Früchte des Propheten müssen geprüft werden; „denn der Baum wird an seiner Frucht erkannt“. Aber damit diejenigen, die es wünschen, über Alexander Bescheid wissen: Er wurde von Aemilius Frontinus, dem Prokonsul in Ephesus, vor Gericht gestellt; nicht wegen des Namens, sondern wegen der Raubüberfälle, die er begangen hatte, da er bereits ein Apostat war. Nachdem er sich danach fälschlicherweise zum Namen des Herrn bekannt hatte, wurde er freigelassen, da er die Gläubigen dort getäuscht hatte. Und seine eigene Gemeinde, aus der er stammte, nahm ihn nicht auf, weil er ein Räuber war! Diejenigen, die sich über ihn informieren wollen, haben die öffentlichen Aufzeichnungen von Asien. Und doch weiß der Prophet, mit dem er viele Jahre verbrachte, nichts über ihn! Indem wir ihn entlarven, entlarven wir durch ihn auch die Heuchelei des Propheten! Wir könnten dasselbe von vielen anderen zeigen. Aber wenn sie sich so sicher sind, sollen sie die Prüfung ertragen. Und wieder, in einem anderen Teil seines Werkes, spricht er wie folgt über die Propheten, mit denen sie prahlen: Wenn sie leugnen, dass ihre Propheten Geschenke angenommen haben, dann sollen sie Folgendes anerkennen: Wenn sie der Annahme überführt werden, sind sie keine Propheten! Und wir werden eine Vielzahl von Beweisen dafür liefern. Aber es ist notwendig, dass alle Früchte eines Propheten untersucht werden. Sag mir, färbt ein Prophet sein Haar? Schminkt ein Prophet seine Augenlider? Erfreut sich ein Prophet an Schmuck? Spielt ein Prophet mit Brettspielen und Würfeln? Verleiht ein Prophet Geld gegen Wucherzinsen? Sollen sie doch bekennen, ob diese Dinge erlaubt sind oder nicht; aber ich werde zeigen, dass sie genau das getan haben! Derselbe Apollonius stellt in demselben Werk fest, dass es zum Zeitpunkt seines Schreibens das vierzigste Jahr war, seit Montanus seine vorgetäuschte Prophetie begonnen hatte. Und er sagt auch, dass Zotikus, der von dem früheren Schriftsteller erwähnt wurde, als Maximilla vortäuschte, in Pepuza zu prophezeien, sich ihr widersetzte und sich bemühte, den Geist zu widerlegen, der in ihr wirkte; aber er wurde von denen daran gehindert, die mit ihr übereinstimmten. Er erwähnt auch einen gewissen Thraseas unter den Märtyrern jener Zeit. Er spricht überdies von einer Überlieferung, dass der Erretter seinen Aposteln befahl, Jerusalem zwölf Jahre lang nicht zu verlassen. Er verwendet auch Zeugnisse aus der Offenbarung des Johannes und berichtet, dass ein toter Mann durch göttliche Kraft von Johannes selbst in Ephesus auferweckt worden sei. Er fügt auch andere Dinge hinzu, durch die er den Irrtum der Häresie, von der wir gesprochen haben, vollständig und im Überfluss bloßstellt. Dies sind die Dinge, die von Apollonius aufgezeichnet wurden.
Andere Häretiker vergrößern die Liste, die Kataphrygier genannt werden, aber ihre Lehre ist nicht einheitlich. Denn es gibt unter ihnen einige, die Kataproklaner heißen; andere werden Kataäschinetaner genannt. Diese haben eine gemeinsame Blasphemie und eine Blasphemie, die nicht gemeinsam, sondern eigen und speziell ist. Die gemeinsame Blasphemie besteht darin, dass sie behaupten, der Heilige Geist sei zwar in den Aposteln gewesen, der Paraklet aber nicht; und dass der Paraklet in Montanus mehr Dinge gesprochen habe, als Christus im Evangelium offenbart hat – und nicht nur mehr, sondern auch bessere und größere! Aber die besondere Blasphemie haben diejenigen, die Äschines folgen; diese nämlich, indem sie hinzufügen und behaupten, Christus sei selbst Sohn und Vater.
Es gibt aber noch andere, die von Natur aus sogar noch häretischer sind als die Vorhergehenden, und sie sind von Geburt an Phrygier. Diese sind Opfer des Irrtums geworden, weil sie zuvor von zwei elenden Frauen namens Priscilla und Maximilla in den Bann gezogen wurden, die sie für Prophetinnen hielten. Und sie behaupten, dass in diese der Geist des Parakleten gefahren sei; und vor ihnen betrachten sie gleichermaßen Montanus als einen Propheten. Und weil sie im Besitz einer endlosen Zahl ihrer Bücher sind, werden die Phrygier vom Wahn überrannt! Sie beurteilen keine ihrer Aussagen nach dem Maßstab der Vernunft; noch schenken sie denen Gehör, die kompetent sind, darüber zu entscheiden; sondern sie werden leichtsinnig vorwärtsgerissen durch das Vertrauen, das sie in diese Betrüger setzen. Und sie behaupten, durch diese mehr gelernt zu haben als aus dem Gesetz, den Propheten und den Evangelien. Aber sie erheben diese elenden Frauen über die Apostel und jede Gnadengabe, sodass einige von ihnen sich anmaßen zu behaupten, in ihnen sei etwas, das Christus überlegen sei! Diese erkennen Gott als den Vater des Universums und Schöpfer aller Dinge an, ähnlich wie die Kirche, und akzeptieren ebenso vieles, was das Evangelium über Christus bezeugt. Sie führen jedoch Neuerungen wie Fasten, Feste, Mahlzeiten aus gerösteter Nahrung und Rettichessen ein und behaupten, von Frauen belehrt worden zu sein. Und einige von ihnen stimmen der Häresie der Noetianer zu und behaupten, der Vater selbst sei der Sohn, und dieser sei Zeugung, Leiden und Tod unterworfen gewesen. Über diese werde ich später noch einmal eine detailliertere Erklärung abgeben; denn die Häresie dieser Leute ist für viele zum Anlass für Übles geworden. Wir sind daher der Meinung, dass die Aussagen über diese Häretiker ausreichen, wenn wir allen kurz bewiesen haben, dass die Mehrheit ihrer Bücher dumm und ihre Argumentationsversuche schwach sind und keinerlei Beachtung verdienen! Für diejenigen, die einen gesunden Verstand besitzen, ist es nicht nötig, ihren Bänden oder ihren Argumenten irgendeine Aufmerksamkeit zu schenken.
Wenn jemand unter den Laien erkennbar durch Offenbarung eine Gabe der Heilung empfangen hat, werden ihm nicht die Hände aufgelegt; denn die Sache liegt offen zutage.
Außerdem gehört es nicht zu einem göttlichen Geist, die Prophetin in einen solchen Zustand von Ekstase und Wahnsinn zu treiben, dass sie die Herrschaft über sich selbst verliert. Denn wer unter dem Einfluss des göttlichen Geistes steht, muss als Erster die heilsamen Wirkungen empfangen; sie dürfen nicht zuerst den Menschen zugutekommen, die das Orakel wegen Angelegenheiten des natürlichen oder bürgerlichen Lebens befragen oder um zeitlichen Gewinn und Vorteil zu erlangen. Und gerade dann müsste die Wahrnehmung am klarsten sein, wenn ein Mensch in enger Gemeinschaft mit der Gottheit steht.
Wenn die Jünger Christi die Worte der Weisen dieser Welt nicht verstehen, wie wollen sie dann ins Feld ziehen, um die Festungen zu zerstören und jeden vernünftigen Schluss und jede Höhe niederzureißen, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt? Wie sollte jemand fähig sein, das Gebot des Petrus vollkommen zu halten – das lautet: „Seid immer bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach dem Grund für die Hoffnung in uns fragt“ –, wenn er nicht vollkommen vorbereitet ist? Er muss vorbereitet sein, seine Hoffnung vor jedem Griechen und jedem Barbaren, vor jedem Weisen und jedem Unwissenden zu verteidigen, und zwar durch sein Verständnis der Worte der Weisen, indem er einige Dinge widerlegt und entkräftet, während er andere beweist und untermauert. Wundere dich nicht, wenn man heute niemanden mehr findet, der Gott gemäß wahrhaft weise ist. Die meisten der bemerkenswerten geistlichen Gaben haben aufgehört; man findet sie also nur noch selten oder gar nicht mehr!
Ich möchte dir jedoch einige Tatsachen über ein Ereignis berichten, das sich unter uns zugetragen hat und das genau diese Angelegenheit betrifft. Vor etwa zweiundzwanzig Jahren, in den Zeiten nach dem Kaiser Alexander, gab es in diesen Gegenden viele Kämpfe und Schwierigkeiten, sowohl allgemein für alle Menschen als auch im Besonderen für die Christen. Darüber hinaus gab es viele und häufige Erdbeben, sodass in ganz Kappadokien und Pontus viele Orte zerstört wurden; sogar einige Städte wurden in den Abgrund gerissen und von der sich öffnenden, klaffenden Erde verschlungen. Daraus entstand auch eine schwere Verfolgung gegen uns, die den christlichen Namen tragen. Diese erhob sich nach dem langen Frieden des vorherigen Zeitalters ganz plötzlich und wurde durch ihre ungewöhnlichen Übel noch schrecklicher, um unser Volk in Unruhe zu stürzen. Serenianus war damals Statthalter in unserer Provinz, ein erbitterter und schrecklicher Verfolger. Während nun die Gläubigen in diesem Zustand der Unruhe waren, aus Angst vor der Verfolgung hierhin und dorthin flohen, ihre Heimat verließen und in andere Regionen zogen – denn es gab die Möglichkeit des Übergangs, da jene Verfolgung nicht die ganze Welt umfasste, sondern lokal begrenzt war –, tauchte plötzlich unter uns eine gewisse Frau auf. In einem Zustand der Ekstase gab sie sich als Prophetin aus und tat so, als sei sie vom Heiligen Geist erfüllt. Und sie wurde so vom Antrieb der Hauptdämonen getrieben, dass sie lange Zeit die Bruderschaft beunruhigte und täuschte. Sie vollbrachte bestimmte wunderbare und ominöse Dinge und versprach, sie werde die Erde zum Beben bringen. Nicht, dass die Macht des Dämons so groß wäre, dass er es fertigbrächte, die Erde zu erschüttern oder die Elemente aufzuwühlen. Vielmehr täuscht ein bösartiger Geist manchmal vor, das zu tun, was er voraussieht, wenn er ahnt und wahrnimmt, dass ein Erdbeben bevorsteht. Durch diese Lügen und Prahlereien hatte er die Gemüter einzelner so unterworfen, dass sie ihm gehorchten und ihm überallhin folgten, wohin er befahl und führte.
Es soll ein gewisses Dorf namens Ardabau in jenem Teil von Mysien geben, der an Phrygien grenzt. Dort, so sagt man, gab ein frisch Bekehrter namens Montanus – angetrieben von seiner unstillbaren Gier nach Macht – dem Widersacher zum ersten Mal eine Angriffsfläche, als Gratus Prokonsul von Asien war. Er geriet völlig außer sich, verfiel plötzlich in eine Art Raserei und Ekstase, tobte, fing an zu plappern und fremdartige Dinge von sich zu geben! Er prophezeite auf eine Art und Weise, die der beständigen, von Anfang an überlieferten Tradition der Kirche völlig widersprach! Einige von denen, die damals seine unechten Äußerungen hörten, waren empört. Sie wiesen ihn als einen Besessenen zurecht, der unter der Kontrolle eines Dämons stehe, von einem betrügerischen Geist geleitet werde und die Menge verwirre! Sie verboten ihm zu reden, da sie sich an die Warnung des Herrn erinnerten, sich wachsam vor dem Kommen falscher Propheten zu hüten. Andere jedoch, die sich einbildeten, vom Heiligen Geist und einer prophetischen Gabe erfüllt zu sein, waren begeistert und nicht wenig aufgeblasen! Sie vergaßen die Anweisung des Herrn, ließen sich auf diesen wahnsinnigen, heimtückischen und verführerischen Geist ein – und wurden von ihm betrogen und getäuscht! Infolgedessen konnte er nicht länger im Zaum gehalten und zum Schweigen gebracht werden. Auf diese Weise, oder vielmehr durch ein solches System bösartiger List, dachte sich der Teufel das Verderben für die Ungehorsamen aus. Da er von ihnen unwürdig geehrt wurde, stachelte er heimlich ihren Verstand an, der sich bereits vom wahren Glauben entfremdet hatte, und entflammte ihn weiter! Darüber hinaus stachelte er zwei Frauen an und erfüllte sie mit dem falschen Geist, sodass sie wild, unvernünftig und fremdartig redeten, genau wie die bereits erwähnte Person. Und der Geist pries sie selig, als sie sich in ihm freuten und rühmten, und blies sie durch die schiere Größe seiner Versprechungen weiter auf! Manchmal wies er sie jedoch offen auf eine scheinbar weise und treue Art zurecht, um als einer zu erscheinen, der Zurechtweisung übt. Aber die Phrygier, die sich täuschen ließen, waren nur wenige an der Zahl. Und dieser arrogante Geist lehrte sie, die gesamte universale Kirche unter dem Himmel zu verleumden, weil der Geist der falschen Prophetie von ihr weder Ehre noch Einlass erhielt! Denn die Gläubigen in Asien trafen sich oft an vielen Orten, um diese Angelegenheit zu untersuchen. Sie prüften die neuartigen Äußerungen, erklärten sie für profan und verwarfen die Häresie! So wurden diese Leute aus der Kirche ausgestoßen und von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Nachdem er diese Dinge zu Beginn geschildert und die Widerlegung ihres Wahns durch sein gesamtes Werk fortgesetzt hat, spricht er im zweiten Buch wie folgt über ihr Ende: Da sie uns also Prophetenmörder nannten, weil wir ihre geschwätzigen Propheten nicht aufnahmen – von denen sie behaupten, es seien diejenigen, die der Herr dem Volk zu senden versprach –, sollen sie nun vor Gott antworten: Wer, o Freunde, von all denen, die zu reden begannen, von Montanus und den Frauen abwärts, wurde jemals von den Juden verfolgt oder von gesetzlosen Männern erschlagen? Niemand! Oder wurde auch nur einer von ihnen wegen des Namens ergriffen und gekreuzigt? Wahrlich nicht! Oder wurde jemals eine dieser Frauen in den Synagogen der Juden gegeißelt oder gesteinigt? Nein, nirgendwo! Montanus und Maximilla sollen jedoch auf eine ganz andere Art und Weise gestorben sein. Berichten zufolge haben sie sich, angestachelt vom Geist des Wahnsinns, beide erhängt! Zwar nicht zur selben Zeit, sondern jeweils zu dem Zeitpunkt, den der allgemeine Bericht für den Tod eines jeden angibt. Und so starben sie und beendeten ihr Leben genau wie der Verräter Judas!
Gegen die oben erwähnte Häresie der Phrygier erweckte jene Macht, die der Verteidiger der Wahrheit ist, eine mächtige Waffe und einen Gegenspieler in Apollinaris von Hierapolis, den wir zuvor erwähnt haben, und in vielen anderen redegewandten Männern mit ihm; von denen uns auch reichlich Stoff für unsere Geschichte hinterlassen wurde. Einer von ihnen deutet gleich zu Beginn seines Werkes gegen sie an, dass er ihnen mit offenen Argumenten entgegentreten und sie widerlegen wolle. Denn so beginnt er sein Werk: „Da ich für eine lange und sehr beträchtliche Zeit, o geliebter Avircius Marcellus, von dir gedrängt wurde, eine Abhandlung gegen die Häresie zu schreiben, die nach Miltiades benannt ist, war ich bis jetzt etwas im Zweifel. Zwar nicht aus Mangel an Argumenten, um die falsche Lehre zu widerlegen oder der Wahrheit Zeugnis abzulegen, sondern weil ich ängstlich und besorgt war, es könnte den Anschein erwecken, als würde ich der Lehre des Neuen Testaments neue Vorschriften oder irgendetwas anderes hinzufügen, der doch unmöglich etwas hinzugefügt oder weggenommen werden darf von dem, der entschlossen ist, nach dem Evangelium zu leben. Kürzlich jedoch, als ich in Ankyra, einer Stadt in Galatien, war und verstand, dass die Kirche in Pontus sehr stark durch diese neue Prophetie aufgewühlt wurde, wie sie es nennen – die aber, wie mit göttlicher Hilfe gezeigt werden wird, eher den Namen einer falschen Prophetie verdient –, sprach ich viele Tage in der Kirche sowohl über diese Angelegenheiten als auch über andere, die vorgebracht wurden. So dass die Kirche sich in der Tat freute und in der Wahrheit gestärkt wurde; die Widersacher aber in die Flucht geschlagen und die Gegner niedergeworfen wurden. Da jedoch die Presbyter des Ortes darum baten, dass wir eine Aufzeichnung jener Dinge hinterlassen sollten, die wir im Widerstand gegen die Feinde der Wahrheit sagten – wobei auch Zotikus aus Otrous anwesend war, der unser Mitpresbyter war –, tat ich dies zwar nicht, versprach aber, dorthin zu schreiben und es so bald wie möglich zu senden, wenn der Herr es zulässt.“ Dies und andere Angelegenheiten legt er zu Beginn seines Werkes dar und schickt die Ursache der erwähnten Häresie wie folgt voraus: „Ihre Verbindung und ihre jüngste häretische Abspaltung von der Kirche hatten also folgende Ursache als Ursprung: Es soll ein gewisses Dorf namens Ardabau in jenem Teil von Mysien geben, der an Phrygien grenzt. Dort, so sagt man, gab während der Prokonsulatszeit des Gratus in Asien einer der erst kürzlich Bekehrten namens Montanus – in der maßlosen Begierde seiner Seele, die Führung zu übernehmen – dem Widersacher eine Angriffsfläche gegen sich selbst. Er geriet außer sich, verfiel in eine Art Raserei und unkontrollierte Ekstase, tobte, plapperte und sprach fremdartige Dinge aus! Er verkündete, was im Widerspruch zu den Einrichtungen stand, die sich in der Kirche durchgesetzt hatten, wie sie von den frühesten Zeiten an überliefert und in der Nachfolge bewahrt wurden. Von denen aber, die zufällig anwesend waren und diese unechten Orakel hörten, waren einige empört. Sie wiesen ihn als einen von Dämonen und dem Geist der Täuschung Besessenen zurecht, der nur Unruhe unter der Menge stiftete! Diese erinnerten sich an die Unterscheidung und die Warnung, die unser Herr gegeben hatte, als Er sie ermahnte, sich wachsam vor falschen Propheten zu hüten. Andere wiederum, begeistert, als wären sie vom Heiligen Geist und der prophetischen Gabe erfüllt, und nicht wenig aufgeblasen, vergaßen die Warnung unseres Herrn. Sie ließen sich auf diesen heimtückischen, schmeichelnden und verführerischen Geist ein und wurden selbst von seinem Einfluss gefangen genommen und verführt, sodass sie nicht mehr in der Lage waren, ihn zum Schweigen zu bringen! Auf diese Weise, oder vielmehr durch ein solches hinterlistiges Vorgehen, dachte sich der Teufel das Verderben gegen diejenigen aus, die der Wahrheit ungehorsam waren. Und da er von ihnen derart übermäßig geehrt wurde, stachelte er heimlich ihren Verstand an, der bereits in Gefühllosigkeit verstrickt war und von der Wahrheit abirrte, und entflammte ihn! Er stachelte auch zwei andere, nämlich Frauen, an und erfüllte sie mit dem Geist der Täuschung, sodass sie wie der Erste in einer Art Raserei, jenseits jeden Anstands und auf fremdartige und neuartige Weise sprachen! Sie freuten sich und rühmten sich in dem Geist, der sie derart seligpries und durch die Größe seiner Versprechungen aufblies. Manchmal verurteilte er sie aber auch pointiert und verdientermaßen, um als ein strafender Geist zu erscheinen. Die wenigen, die sich täuschen ließen, waren Phrygier; und derselbe arrogante Geist lehrte sie, die gesamte Kirche unter dem Himmel zu verleumden, weil sie diesem falschen Geist der Prophetie weder Zugang gewährte noch Ehre erwies! Die Gläubigen hielten daher in ganz Asien an vielen Orten oft Zusammenkünfte wegen dieser Angelegenheit ab. Sie untersuchten diese neuartigen Lehren, erklärten sie für nichtig, verwarfen sie als Häresie und schlossen diejenigen, die an ihnen festhielten, von der Gemeinschaft mit der Kirche aus und verboten sie ihnen.“ Nachdem er diese Tatsachen zu Beginn seines Werkes geschildert und die Widerlegung durchgehend eingeflochten hat, fügt er im zweiten Buch bezüglich des Endes der eben Beschriebenen folgende Bemerkungen hinzu: „Deshalb“, sagt er, „da sie uns Prophetenmörder nennen, weil wir diese geschwätzigen Lehrer nicht prompt aufnahmen – unter dem Vorwand, sie seien diejenigen, die der Herr seinem Volk zu senden versprach –, sollen sie uns im Namen Gottes sagen, o Freunde: Wer von diesen, die von Montanus und seinen Frauen an zu plappern begannen, hat jemals Verfolgung erlitten oder wurde von den Gottlosen erschlagen? Niemand! Nicht einmal ein einziger von ihnen wurde wegen des Namens Christi ergriffen und gekreuzigt. Überhaupt niemand! Nicht eine einzige ihrer Frauen wurde jemals in den Synagogen der Juden gegeißelt oder gesteinigt. Nein, niemals! Montanus und Maximilla sollen in der Tat eines anderen Todes gestorben sein als diesen. Denn auf Anstiften jenes bösartigen Geistes, so lautet der Bericht, haben sich beide erhängt – zwar nicht zur selben Zeit, sondern jeweils zum genauen Zeitpunkt des Todes eines jeden, wie der allgemeine Bericht besagt. Und so starben sie und beendeten ihr Leben wie der Verräter Judas! So lautet auch die allgemeine Meinung über Theodotus, einen der Ersten, der von ihrer sogenannten Prophetie mitgerissen wurde und der zu einer Art Schirmherr der Täuschung wurde. Als ob er irgendwann in die Himmel aufgenommen und empfangen werden sollte, geriet er in Trancen, gab sich dem Geist der Täuschung hin, wurde schließlich von ihm wie ein Diskus in die Luft geschleudert und kam so jämmerlich ums Leben. Man sagt, dies sei geschehen, wie wir dargelegt haben. Aber, mein Freund, wir maßen uns nicht an, etwas Bestimmtes über diese Angelegenheiten zu wissen, wenn wir sie nicht gesehen haben. Denn vielleicht sind sowohl Montanus als auch Theodotus und die oben erwähnte Frau auf diese Weise gestorben, oder vielleicht auch nicht.“ Er erwähnt in demselben Buch auch, dass die heiligen Bischöfe jener Zeit versuchten, den Geist in Maximilla zu widerlegen, aber von anderen daran gehindert wurden, die offensichtlich mit dem Geist kooperierten. Seine Aussage lautet wie folgt: „Und der Geist von Maximilla soll nicht, wie in demselben Werk des Asterius Urbanus gesagt wird, sagen: ‚Ich werde wie ein Wolf von der Herde gejagt; ich bin kein Wolf. Ich bin Wort, Geist und Kraft.‘ Sondern er soll die Kraft in dem Geist wirksam zeigen und beweisen! Und er soll durch den Geist denen gegenübertreten, die damals anwesend waren, um den plappernden Geist zu prüfen und mit ihm zu debattieren – Männer, die herausragend waren, und Bischöfe der Kirche, wie Zotikus von Komana und Julianus von Apamea, deren Zungen die Anhänger des Themison zügelten und die sie daran hinderten, den falschen und verführerischen Geist zu widerlegen.“ In demselben Werk, nachdem er andere Angelegenheiten zur Widerlegung der falschen Vorhersagen der Maximilla dargelegt hat, gibt er ebenso die Zeit an, in der er dies schrieb, und erwähnt auch ihre Erklärungen, in denen sie vorhersagte, dass es Kriege und politische Unruhen geben werde. Deren Falschheit wird von ihm wie folgt bewiesen: „Und ist nicht“, sagt er, „die Falschheit davon offensichtlich geworden? Denn es sind nun mehr als dreizehn Jahre vergangen, seit die Frau starb, und es hat weder einen teilweisen noch einen allgemeinen Krieg gegeben, sondern vielmehr, durch die Barmherzigkeit Gottes, anhaltenden Frieden für die Christen!“ Dies schreibt er im zweiten Buch. Ich werde auch einige Auszüge aus dem dritten Buch anfügen, in dem er folgendermaßen gegen jene spricht, die damit prahlten, dass es viele unter ihnen gäbe, die das Martyrium erlitten hätten: „Aber“, sagt er, „da sie nicht wissen, was sie auf die Widerlegung ihrer Irrtümer antworten sollen, nehmen sie Zuflucht zu ihren Märtyrern und sagen, sie hätten viele Märtyrer, und dies sei ein sicherer Beweis für die Kraft jenes Geistes, den sie prophetisch nennen. Aber dies ist, wie sich zeigt, deswegen nicht im Geringsten wahr! Denn einige der anderen Häresien haben ebenfalls eine enorme Anzahl von Märtyrern, aber wir stimmen ihnen deswegen nicht im Geringsten mehr zu, noch erkennen wir an, dass sie die Wahrheit auf ihrer Seite haben! In der Tat sagen diejenigen, die Marcioniten genannt werden, dass sie große Scharen hatten, die Märtyrer für Christus waren. Aber sie bekennen Christus nicht in Wahrheit!“ Und kurz darauf fügt er hinzu: „Daher kommt es, dass, wann immer diejenigen, die von der Kirche Märtyrer genannt werden, weil sie das Martyrium für den wahren Glauben erdulden, zufällig mit jenen zusammentreffen, die als Märtyrer der phrygischen Häresie bezeichnet werden, sie sich immer von ihnen trennen und den Tod erleiden, ohne jegliche Gemeinschaft mit ihnen zu haben, weil sie dem Geist des Montanus und der Frauen nicht zustimmen! Und dass all dies wahr ist und in unserer eigenen Zeit in Apamea am Mäander geschah, ist offensichtlich an denen, die das Martyrium mit Gajus und Alexander von Eumenia erlitten.“
... Und als er zu Ansehen gelangte, begann er Dinge zu versprechen, die weit über das hinausgehen, was ein Mensch tun kann. Der Sohn des Königs von Persien erkrankte, und die besten Ärzte waren zugegen. Aber Manes [ein Häretiker] behauptete, er werde ihn durch Gebet heilen, und spielte sich heuchlerisch als heiliger Mann auf. Die Ärzte zogen sich zurück, und das Leben des Kindes entwich zusammen mit ihnen. Die Bosheit dieses Mannes war restlos entlarvt! Und so wurde dieser sogenannte Philosoph ins Gefängnis geworfen – nicht etwa, weil er den König um der Wahrheit willen zurechtgewiesen hätte, nicht, weil er Götzen gestürzt hätte, sondern weil er Heilung versprach und eiskalt log! Oder vielmehr, um die Wahrheit völlig unmissverständlich beim Namen zu nennen: weil er einen Mord begangen hatte! Denn derjenige, der durch medizinische Behandlung hätte geheilt werden können, wurde von Manes umgebracht, der die Ärzte vertrieb und durch seine sträfliche Fahrlässigkeit dessen Tod herbeiführte.
Da wir dies wissen, lasst uns mit der angemessenen Ehrfurcht hierherkommen, damit wir nicht nach Hause gehen und uns anstelle der Vergebung der Sünden eine Vermehrung der Sünden eingehandelt haben. Und was wird gesucht, und was wird von uns verlangt? Dass wir, wenn wir die göttlichen Hymnen erheben, sie mit großer Furcht, mit innerer Zurückhaltung und geschmückt mit Frömmigkeit darbringen. Denn es gibt einige hier – von denen ich nicht glaube, dass eure Liebe sie nicht kennt –, die Gott verachten und die Aussprüche des Geistes behandeln, als wären sie gewöhnliche Dinge; sie stoßen unordentliche Schreie aus und befinden sich in keinem besseren Zustand als Wahnsinnige, schütteln ihren ganzen Körper, werfen sich hin und her und legen ein Verhalten an den Tag, das der geistlichen Ordnung fremd ist! Du elender und jämmerlicher Mensch! Während du die engelhaften Lobpreise in Furcht und Zittern aussenden und dein Bekenntnis vor dem Schöpfer mit Furcht ablegen solltest, um dadurch Vergebung für deine Fehltritte zu erbitten, bringst du stattdessen die Manieren von Pantomimen und Tänzern hier herein, streckst deine Hände völlig ungeordnet aus, springst mit deinen Füßen herum und verrenkst deinen ganzen Körper! Und wie kommt es, dass du dich nicht fürchtest, wie kommt es, dass du nicht zitterst, wenn du solche Dinge im Angesicht dieser heiligen Worte wagst? Verstehst du denn nicht, dass der Herr selbst hier unsichtbar gegenwärtig ist, jede Bewegung eines jeden Menschen genau prüft und sein Gewissen zur Rechenschaft zieht? Verstehst du nicht, dass Engel neben diesem furchtgebietenden Tisch stehen und ihm mit Furcht dienen? Aber du begreifst diese Dinge nicht, weil dein Verstand durch die Geräusche und Spektakel der Theater verfinstert wurde; und aus diesem Grund vermischst du das, was dort geschieht, mit der Ordnung der Kirche! Aus diesem Grund machst du durch dein sinnloses Geschrei die Unordnung deiner Seele öffentlich! Wie willst du dann um Vergebung für deine eigenen Sünden betteln? Wie willst du den Herrn zur Barmherzigkeit bewegen, wenn du dein Flehen mit einer solchen Verachtung vorbringst? „Erbarme dich meiner, o Gott“, sagst du, und doch legst du eine Lebensweise an den Tag, die der Barmherzigkeit fremd ist. „Rette mich“, schreist du, und doch ist dein Verhalten der Rettung fremd. Was tragen Hände zum Flehen bei, wenn sie ständig zur Zurschaustellung hoch in die Luft gehoben und unordentlich umhergewedelt werden, und wenn ein lautes Geschrei ertönt, das durch die gewaltsame Kraft des Atems etwas Sinnloses an sich hat? Sind das nicht zum Teil die Handlungen von Frauen, die an den Straßenkreuzungen ihrem Gewerbe nachgehen, und zum anderen das Verhalten derer, die in den Theatern herumschreien? Wie wagst du es also, die Mätzchen von Dämonen mit dieser engelhaften Doxologie zu vermischen? Und wie schämst du dich nicht für diese Stimme, die du von dir gibst: „Dient dem Herrn mit Furcht und jubelt vor ihm mit Zittern“? Ist es das, was es heißt, in Furcht zu dienen – zerstreut und angespannt zu sein und nicht einmal zu wissen, was man in dem unordentlichen Ausbruch seiner Stimme sagt? Das ist Verachtung, nicht Furcht; Arroganz, nicht Demut! Das gehört eher zu denen, die scherzen, als zu denen, die Lobpreis darbringen!
So sollten auch wir stehen und Ihm eine solche Doxologie mit Furcht und Zittern darbringen, als ob wir genau Ihn mit den Augen des Verstandes erblicken würden. Denn Er ist gewiss hier gegenwärtig, Er wird von keinem Ort eingegrenzt, und Er zeichnet die Stimmen aller auf. Lasst uns also den Lobpreis auf diese Weise mit einem gebrochenen Herzen und einem gedemütigten Geist emporsenden, um ihn für Ihn annehmbar zu machen und ihn wie wohlriechenden Weihrauch zum Himmel aufsteigen zu lassen. Denn er sagt: „Ein gebrochenes und gedemütigtes Herz wird Gott nicht verachten“. Aber, so sagst du, der Prophet drängt darauf, dass die Doxologie mit Jauchzen dargebracht wird: „Jauchzt dem Herrn, alle Welt“. Wir verbieten ein solches Jauchzen aber nicht; vielmehr verbieten wir das sinnlose Gebrüll – nicht die Stimme des Lobpreises, sondern die Stimme der Unordnung, die Streitereien untereinander, die untätig und völlig sinnlos in die Luft geworfenen Hände, die stampfenden Füße, das unanständige und verzerrte Verhalten, das die Mätzchen jener Leute sind, die ihre Zeit in Theatern und Hippodromen vergeuden! Von dort werden diese verderblichen Lehren bei uns eingeschmuggelt; von dort kommen diese ehrfurchtslosen und vulgären Stimmen, von dort die Unordnung der Hände, die Zänkereien, die Streitereien, die zügellosen Manieren! Denn nichts trimmt einen Menschen so sehr darauf, die Aussprüche Gottes zu verachten, wie die Erregungen jener Spektakel. Deshalb habe ich oft ermahnt, dass niemand von denen, die hierherkommen, die sich an der göttlichen Lehre erfreuen und an dem furchtgebietenden und mystischen Opfer teilhaben, in diese Theater gehen und die göttlichen Geheimnisse mit dämonischen Dingen vermischen sollte!
In der allerersten Zeit fiel der Heilige Geist auf diejenigen, die glaubten: und sie sprachen in Zungen, die sie nicht gelernt hatten, so wie der Geist es ihnen eingab. Das waren Zeichen, die in jene Zeit passten. Denn diese Manifestation des Heiligen Geistes in allen Sprachen war nötig, um zu zeigen, dass das Evangelium Gottes in allen Sprachen über die ganze Erde laufen würde. Diese Sache geschah als ein Zeichen, und dann verging sie. Erwarten wir denn heute bei der Handauflegung, dass diejenigen, die den Heiligen Geist empfangen, in Zungen reden? Oder als wir diesen Säuglingen die Hände auflegten, hat da jeder von euch darauf geschaut, ob sie in Zungen reden? Und als er sah, dass sie nicht in Zungen redeten, war da irgendeiner von euch so dumm zu sagen: „Diese haben den Heiligen Geist nicht empfangen; denn hätten sie ihn empfangen, würden sie in Zungen reden, wie es damals der Fall war“? Wenn also das Zeugnis für die Anwesenheit des Heiligen Geistes jetzt nicht mehr durch diese Wunder erbracht wird, wodurch wird es dann erbracht? Wie erkennt man, dass man den Heiligen Geist empfangen hat? Er soll sein eigenes Herz befragen! Wenn er seinen Bruder liebt, wohnt der Geist Gottes in ihm. Er soll prüfen, er soll sich selbst vor den Augen Gottes auf die Probe stellen, er soll sehen, ob in ihm die Liebe zum Frieden und zur Einheit ist, die Liebe zur Kirche, die über die ganze Erde verstreut ist. Er soll sich nicht damit zufriedengeben, nur den Bruder zu lieben, den er vor Augen hat, denn wir haben viele Brüder, die wir nicht sehen, und in der Einheit des Geistes sind wir mit ihnen verbunden. Was ist schon dabei, dass sie nicht physisch bei uns sind? Wir sind in einem Leib, wir haben ein Haupt, im Himmel. Brüder, unsere beiden Augen sehen einander nicht; man könnte sagen, sie kennen einander nicht. Aber in der Liebe des körperlichen Gefüges kennen sie einander da nicht? Denn um euch zu zeigen, dass sie in der Liebe, die sie zusammenstrickt, einander sehr wohl kennen: Wenn beide Augen offen sind, kann das rechte Auge nicht auf einem Gegenstand ruhen, auf dem das linke nicht ebenfalls ruht. Richte den Blick des rechten Auges ohne das andere aus, wenn du kannst! Zusammen treffen sie auf ein Objekt, zusammen sind sie auf ein Objekt gerichtet: Ihr Ziel ist eins, ihre Orte sind verschieden. Wenn also alle, die mit dir Gott lieben, ein Ziel mit dir haben, so kümmere dich nicht darum, dass ihr im Leib räumlich getrennt seid; die Sehkraft des Herzens habt ihr gleichermaßen auf das Licht der Wahrheit gerichtet. Wenn du also wissen willst, ob du den Geist empfangen hast, befrage dein Herz: Damit du nicht etwa das Sakrament hast, aber nicht die Kraft des Sakraments. Befrage dein Herz! Wenn die Liebe zu deinen Brüdern da ist, gib deinem Geist Ruhe. Es kann keine Liebe ohne den Geist Gottes geben, denn Paulus schreit: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“
Schließlich hat der Urheber aller Wunder und Machttaten selbst, als er seine Jünger rief, um seine Lehre zu lernen, unmissverständlich gezeigt, was diese wahren und speziell auserwählten Nachfolger in erster Linie von ihm lernen sollten. Er sagte: Kommt und lernt von mir – nicht etwa hauptsächlich, durch Himmelsmacht Teufel auszutreiben, nicht Aussätzige zu reinigen, nicht Blinden das Augenlicht zu geben, nicht Tote aufzuwecken. Denn auch wenn ich diese Dinge durch einige meiner Diener tue, so kann sich der menschliche Stand nicht in das Lob Gottes einmischen, noch kann ein Diener und Knecht dadurch irgendeinen Anteil für sich selbst dort einheimsen, wo die Herrlichkeit allein der Gottheit gebührt. Sondern lernt dies von mir, sagt er: „denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.“ Denn genau das können alle Menschen ausnahmslos lernen und praktizieren; das Wirken von Wundern und Zeichen aber ist nicht immer notwendig, noch gut für alle, noch allen gewährt! Die Demut ist daher die Herrin aller Tugenden, sie ist das sicherste Fundament des himmlischen Gebäudes, sie ist das besondere und herrliche Geschenk des Retters. Denn derjenige kann alle Wunder vollbringen, die Christus gewirkt hat, ohne Gefahr zu laufen, sich aufzublasen, der dem sanftmütigen Herrn nicht in der Größe seiner Wunder nachfolgt, sondern in den Tugenden der Geduld und Demut. Wer aber darauf abzielt, unreinen Geistern zu befehlen oder Heilungsgaben zu spenden oder dem Volk ein erstaunliches Wunder zu zeigen, der ist – auch wenn er bei seiner Zurschaustellung den Namen Christi anruft – weit von Christus entfernt, weil er in seinem Stolz des Herzens seinem demütigen Lehrer nicht nachfolgt! Denn als er zum Vater zurückkehrte, bereitete er sozusagen sein Testament vor und hinterließ seinen Jüngern dies: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt; wie ich euch geliebt habe, so liebt auch ihr einander.“ Und sofort fügte er hinzu: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe zueinander habt.“ Er sagt nicht: „wenn ihr auf dieselbe Weise Zeichen und Wunder tut“, sondern „wenn ihr Liebe zueinander habt“; und es ist gewiss, dass niemand außer dem Sanftmütigen und Demütigen dies halten kann. Deshalb haben unsere Vorgänger niemals diejenigen als gute Mönche oder frei vom Makel der Ruhmsucht erachtet, die sich vor den Menschen als Exorzisten ausgaben und mit prahlerischer Zurschaustellung vor staunenden Menschenmengen die Gnade verkündeten, die sie entweder erlangt hatten oder für sich beanspruchten. Aber vergebens, denn „wer auf Lügen vertraut, weidet den Wind; und derselbe jagt Vögeln nach, die davonfliegen.“ Denn ohne Zweifel wird ihnen das geschehen, was wir in den Sprüchen finden: „Wie Wind und Wolken und Regen sehr deutlich sind, so sind diejenigen, die sich einer vorgetäuschten Gabe rühmen.“ Wenn also jemand in unserer Gegenwart irgendetwas davon tut, sollte er von uns nicht aus Bewunderung für seine Wunder, sondern wegen der Schönheit seines Lebens Lob erfahren; wir sollten auch nicht fragen, ob ihm die Teufel unterworfen sind, sondern ob er jene Züge der Liebe besitzt, die der Apostel beschreibt.
In früheren Zeiten erhielten diejenigen, die die göttliche Verkündigung annahmen und zu ihrem Heil getauft wurden, sichtbare Zeichen der in ihnen wirkenden Gnade des Heiligen Geistes. Einige redeten in Zungen, die sie nie gelernt hatten und die ihnen niemand beigebracht hatte, während andere Wunder wirkten oder weissagten. Genau das taten auch diese Korinther, doch sie gebrauchten die Gaben ganz und gar nicht so, wie sie es hätten tun sollen! Sie waren vielmehr daran interessiert, sich aufzuspielen und damit anzugeben, anstatt sie zur Erbauung der Kirche einzusetzen... Auch in unserer Zeit wird denjenigen, die der heiligen Taufe für würdig erachtet werden, Gnade zuteil – doch sie nimmt vielleicht nicht mehr dieselbe äußere Form an wie in jenen Tagen.
Was überall, was immer, was von allen geglaubt wurde
Die apostolische Lehre zeigt sich daran, dass sie von Anfang an, weltweit, über verschiedene Orte, über Generationen hinweg und von zahlreichen Kirchenvätern bezeugt wird.
- Kirchenväter
- 14
- Zeitspanne
- ca. 50-460
- Orte/Regionen
- 17
Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende. Historische Einordnung: Im 1.-2. Jh. umfasste das Römische Reich ca. 60-75 Mio. Menschen und verband Europa, Nordafrika und Westasien um das Mittelmeer; dieses galt den Römern als mare nostrum und war die damals zivilisierte Welt. Quellen: Jongman, Harper/Imperium Romanum, Britannica: Ökumene, Lex.dk.
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