Die ersten Christen

Das, was zuerst da war, ist wahr. Die Wahrheit ist von Anfang an.

an Ptolemäus Syncliticus

Nilus von Ankyra ⏱️ 2 Min. Lesezeit
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„Der Glaube an Christus, der allein rettet, ist Gerechtigkeit, und ihn mit dem Mund zu bekennen, ist absolute Rettung.“1 Der gottesfürchtige Jesaja sagt: „Sie sollen nicht nach diesem Wort sprechen, für das es keine Gaben zu geben gibt.“2 Nichts ist so wertvoll, wie den kaiserlichen Namen unseres Herrn sowie unsere gesegnete Tradition und heilige Erkenntnis zu bekennen! Aus genau diesem Grund haben wir den treffenden davidischen Spruch: „Was soll ich dem Herrn zurückgeben für alles, was er für mich getan hat?“3 Er nimmt den Glauben an und zahlt mit himmlischer Erkenntnis zurück. Heilige Erkenntnis bietet unzählige gute Dinge. Oft erleiden einige wenige Schiffe im Sommer Schiffbruch, während andere den Winter sicher und unversehrt überstehen. Wie viele Athleten, die einen sicheren Sieg erwarten, stecken stattdessen eine Niederlage ein? Und wie viele, die nur den zweiten Platz erwarten, holen sich am Ende die Siegespalme? Lasst uns uns nichts anmaßen und lasst uns nicht verzweifeln, sondern lasst uns in allem, was uns betrifft, beharrlich im Gebet bleiben! Du empfängst den Geist, der die Tiefen Gottes erforscht, nicht um die Natur Gottes zu begreifen, wie Eunomius mit seinem völlig verdrehten Verstand behauptet, sondern um ihn in Tiefe und Weisheit zu verherrlichen! Wie der Apostel sagt: „Ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen habe, aber ich jage ihm nach, damit ich es begreifen möge.“4 Wir empfangen den Geist, sagt der Apostel, nicht damit wir die Natur Gottes mit Präzision verstehen, sondern damit wir die unzähligen guten Gaben wahrnehmen, die wir dann erklären, nachdem wir sie entdeckt haben. Wie wird dann der Kosmos gestützt oder erhalten, wenn seine unzähligen Bestandteile nicht von Gott ins Dasein gerufen und gnadenlos zusammengehalten werden? Niemand, der eine wunderschön gebaute Kithara sieht, die perfekt gestimmt und konstruiert ist, oder der hört, wie sie ein Lied begleitet, versäumt es, an einen Instrumentenbauer oder einen Kitharaspieler zu denken, selbst wenn diese überhaupt nicht sichtbar sind. Und somit ist uns der kunstvolle Schöpfer, der allererste Beweger und der Erhalter der geschaffenen Dinge völlig klar und wird vom Verstand zweifellos erfasst.

Schriftstellen

  1. Röm 10,10
  2. Jes 8,20
  3. Ps 115,3
  4. Phil 3,12