Die ersten Christen

Das, was zuerst da war, ist wahr. Die Wahrheit ist von Anfang an.

an Marcellus den Mönch

Nilus von Ankyra ⏱️ 2 Min. Lesezeit
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Im Gebet und mit ausgestreckten Händen schlug Mose die Amalekiter in die Flucht! Wenn du also wirklich keine seiner Missetaten im Kopf hast, die du deinem Bruder vorwerfen könntest, und stattdessen mit erstickter Stimme und in tiefer Trauer Gebete für deinen Nächsten ausschüttest, dann ist völlig klar: Deine Hände sind zum Himmel ausgestreckt! Du bekommst genau dadurch Unterstützung und wehrst den Teufel ab! Wenn du aber rachsüchtigen Zorn gegen deinen Nächsten hegst und pflegst, ihn niedermachst, ihn anklagst und diesen Mann verleumdest, dann hängen deine inneren Hände schlaff herab, wenn du an ihn denkst. Selbst wenn du nach außen hin den Eindruck erweckst, deine Hände und deinen Blick zu Gott zu erheben, wird dein Gebet niemals erhört werden, denn der Herr sagt: „Eure Hände sind voll vom Blut eures Bruders!“1 Denn was im Namen des Bösen könnte noch mörderischer sein! Lasst uns deshalb den festen Entschluss fassen, in Buße gebadet und von unserer Bosheit durch reinigendes Gebet abgewaschen zu werden. Die Dämonen nisten sich immer am liebsten in Maßlosigkeit, Unehre und hinterlistigen Plänen gegen uns ein, aber wie der Prophet sagt: „Sollen sie doch beschämt werden, die sich in ihrer Maßlosigkeit und ihrem hochmütigen Herzen gegen uns stellen, und sollen sie gedemütigt werden.“2 Denn unser ist der Kranz des Lebens, der Herrlichkeit und der Unvergänglichkeit, der für all diejenigen geflochten wird, die geduldig auf ihren Herrn warten!

Schriftstellen

  1. Jes 1,15
  2. Ps 118,78