An Heliodorus, den Mönch
Johannes der Täufer fürchtete, dass ihn etwas Schändliches beflecken könnte, wie es uns Menschen passiert, und „lebte in der Wüste.“1 Aber Jesus, der wahre Gott und Herr über alles, begab sich in die Städte und speiste mit Sündern, denn er ist die Sonne der Gerechtigkeit. Die Sonnenstrahlen trocknen den Schlamm und alles, was übelriechend in der Pfütze schwimmt; sie reinigen es und machen es unvergänglich. Dennoch sagen die Pharisäer, angetrieben vom Neid: „Warum isst Jesus mit Sündern und Zöllnern?“2 O ihr Getäuschten, Unverständigen und im Herzen Blinden! Begreift ihr denn nicht, dass der Arzt nah bei den Kranken bleiben muss und nirgendwo sonst? Dort, wo die Sünder sind, wird der Gnadenstuhl aufgestellt. Christus kam, „um Sünder zur Buße zu rufen, nicht die Gerechten.“3 Jesus Christus verbrachte sein Leben dem Plan entsprechend unter den Sündern, damit umkehrende Sünder bei den Gerechten einkehren und sich gemeinsam mit ihnen im Himmelreich freuen können.
Schriftstellen
- Mt 3,1
- Mt 9,11
- Lk 5,32
